Trauma Symptome bei Kindern

von Anja Josten

Trauma Symptome bei Kindern -

Wie erkenne ich sie?

Es kann jedem passieren – Kinder und Erwachsene können durch akute und dauerhafte Belastungen Trauma Symptome entwickeln.

Einige wichtige Merkmale solltest Du als Elternteil oder Erziehungsperson beachten. Kinder können, je nach Alter und Entwicklungszustand, verschiedene Verhaltensformen aufzeigen. Trauma Symptome können beispielsweise sein:

  • Wiederkehrende Bilder oder Erinnerungen: Immer wieder tauchen die Bilder auf. Oftmals verschweigen Kinder diese Erlebnisse oder erzählen es Dir nicht – unter anderem, weil sie sich schämen!
  • Sich häufig wiederholende Verhaltensweisen: Kinder spielen häufig ihr traumatisches Erlebnis immer wieder durch – alleine oder mit anderen. Beobachtet eure Kinder, wenn sie beispielsweise immer „Polizei“ oder eine negative Situation nachspielen. Meistens steckt mehr dahinter, als Du glaubst!
  • Diverse Ängste: Diese tauchen immer wieder auf, wenn das Trauma erinnert wird (Flashbacks). Oftmals hat die realen Situation gar nichts damit zu tun, aber die Kinder wirken ängstlich, sind besonders anhänglich, weinen ohne ersichtlichen Grund. Auch wenn Du sie fragst, was denn los sei – sie können es Dir nicht erklären.
  • Verhaltensänderungen zu (vertrauten) Menschen: Kinder haben meistens nach einem schwierigen Erlebnis ein mangelndes Vertrauen zu sich selbst, zu den Eltern oder zu anderen Personen wie Großeltern oder Erzieher. Im Laufe der Zeit kann sich daraus auch ein dauerhaftes Misstrauen oder Traurigkeit und häufige Ängste im Leben einstellen.
  • Ich habe Angst!  Es fällt Dir vielleicht auf, dass Dein Kind öfter weint, Angst hat oder sagt: Ich kann das nicht. Die Überforderung für das Kind ist fühlbar. Wenn Du nicht genau weißt, ob Dein Kind betroffen ist, melde Dich bei mir.
  • Selbst verletzendes Verhalten (ritzen, extreme Mutproben, zufügen von Schmerzen, Verbrennungen, etc). Bei diesem Verhalten gilt es, besonders vorsichtig zu sein!  Wenn Dein Kind nicht mit Dir reden will, hat es seinen Grund dafür. Sei nicht enttäuscht, aber meistens macht es Sinn!

Was ist der Grund für das neue Verhalten?

Teddy HeimwehWenn Ihr als Eltern oder eine andere Erziehungsperson einige der oben genannten Punkte feststellt, holt Euch auf jeden Fall bitte einen therapeutischen oder kinderärztlichen Rat ein. Auch wenn es erst einmal unangenehm ist für Dich darüber zu sprechen. Oder melde Dich gerne bei mir – ich schaue dann gemeinsam mit Dir, um was es sich vielleicht handeln kann.

Immer wieder stellt sich heraus, dass Eltern oder Erzieher wenig bis gar keine Ahnung haben, was ihr Kind so erlebt hat – bitte denkt daran! Es kann zum Beispiel sein, dass Dein Kind etwas im Kindergarten oder in der Schule erlebt hat, wovon es bisher gar nichts erzählt hat. Bitte fragt eure Kinder – und wenn sie euch nicht antworten, fragt das Umfeld, also die Eltern der Freunde, die Lehrer, die Erzieher. 

Eure Kinder werden es Euch später danken, dass Ihr etwas unternommen habt.

Du oder Ihr als Eltern tragt gemeinsam die Verantwortung für Eure Kinder. Sorgt dafür, dass es mit Liebe, Wertschätzung und Fürsorge aufwachsen darf!

Wenn Du Fragen hast, melde Dich bei mir! Lese auch gerne meine weiteren Erziehungstipps.

Anja Josten – Familien- und Erziehungsberaterin

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