Unsere Chakren

Wie vieles Wissen um unsere Gesundheit und unser Energiesystem stammt auch das Wissen über Chakren aus Indien. Laut Überlieferungen sind diese Informationen um unsere „Energiezentren“ über 3000 Jahre alt. Die indische Mythologie beschreibt sie auch als „sich drehende Blütenkelche“ und sie werden gerne mit einer Lotusblüte verglichen.

In unserem Kulturkreis ist das Wissen um Chakren in einer etwas anderen Form bekannt. Auf vielen alten Bildern werden Heilige und Engel oftmals mit einem Heiligenschein dargestellt oder Könige und Kaiser tragen häufig Kronen. Beide Darstellungen deuten dabei auf das „Kronenchakra“ hin, welches sich oben am Kopf befindet.

Die Chakrenlehre wird in Deutschland häufig in der Energie- und Körperarbeit eingesetzt. Natürlich hat es auch einen wichtigen Platz beim Praktizieren von Yoga, sei es in den verschiedenen Formen von Hatha-Yoga oder in der Meditation oder Kontemplation.

Was ist eigentlich ein Chakra?

Der aus dem Sanskrit stammende Begriff Chakra bedeutet Kreis oder Rad. Chakren werden häufig als Energieräder bezeichnet, die sich in fein rotierenden Bewegungen an der Vorder- und Rückseite unseres Körpers befinden. Diese feinstofflichen Energiewirbel sitzen entlang eines Energiekanals direkt an unserer Wirbelsäule.

Wie wir bereits aus verschiedenen Therapiemethoden wissen, ist unser Körper von Energiebahnen durchzogen (Meridiane). Auf diesen Meridianbahnen fließt die Energie durch die Energiezentren, die Chakren. Jedes Chakra verbindet sich, je nach entsprechender Aufgabe, mit bestimmten Organen, Drüsen und Körperbereichen. Sie schwingen rechts- und linksdrehend und versorgen uns mit Energie und Lebenskraft.

Aber nicht nur das, unsere Chakren steuern zusätzlich einen speziellen Aspekt von unserem Verhalten. Die oberen feineren Chakren entsprechen den höheren geistigen und spirituellen Fähigkeiten, die unteren, langsamer schwingenden Energiewirbel stehen mit den emotionalen und menschlichen Grundbedürfnissen in Verbindung.

Blockierte Chakren – was tun?

Wenn wir krank sind, ganz gleich ob körperlich oder psychisch, sind diese Energiebahnen oder Verbindungen häufig gestört, blockiert oder der Fluss der Energie ist unterbrochen. Diese Störungen können in Eigenarbeit oder mit Hilfe von EnergietherapeutInnen oder HeilpraktikerInnen korrigiert werden.

Eine mögliche Form der Heilung ist beispielsweise die Akkupunktur, Chakren-Meditationen zum Reinigen, Aktivieren oder Auflösen von Blockaden. Auch verschiedene Yoga-Übungen können den Energiefluss wieder stabilisieren oder harmonisieren.

Ursachen für die Störungen unseres Energieflusses

Bei Störungen des Energieflusses bedarf es aber nicht nur körperlicher Therapien oder Unterstützung. Wichtig ist es, die Ursache für die Blockade herauszufinden. Ein nicht unwesentlicher Teil dabei spielt unsere Psyche. Über Gespräche mit Therapeuten kannst Du möglicherweise heraus finden, was in Deinem Leben gerade nicht im Gleichgewicht ist.

Oftmals haben psychische Ursachen eine große Auswirkung auf unseren Körper und somit auch auf unsere Chakren. Weiter unten stehend findest Du einige der wichtigsten möglichen Blockaden für alle Chakren.  

Eine praktische Chakren Meditationsübung hierzu findest du bald hier in meinem Blog „Lebensfreude im Alltag – Chakrenübung“ (Link).

Wie wirken sich unsere Chakren auf unser Leben aus?

Wir alle haben sieben Hauptchakren und eine Vielzahl an Nebenchakren, die sich an unterschiedlichen Punkten des Körpers und in der Aura befinden. Einige der Nebenchakren finden wir oberhalb des Kopfes und unterhalb unserer Füße wieder.

Jedes Chakra hat ein ganz spezielle Aufgabe, Farbe und Funktion. Hier findest Du eine kleine Auswahl der wichtigsten Aspekte:

Wurzelchakra (Muladhara)

Das  1. Hauptchakra befindet sich auf der Höhe des Steißbeines (Beckenboden) und öffnet sich nach unten hin. Es ist eng mit dem Kronenchakra (7. Chakra am Kopf) verbunden.
Farbe: Rot
Bedeutung:
Lebenskraft, innere Stabilität, Wille, Mut, Verbindung zur Erde, Selbstvertrauen
Mögliche Blockaden:
Existenzängste, Depressionen, Wut, Kraftlosigkeit,  Misstrauen, wenig Lebensfreude.  

Sakralchakra (Swadhisthana)

Das 2. Chakra befindet sich im unteren Bauchraum, eine Handbreit unter dem Bauchnabel. Es beeinflusst unser Sexualleben und die Freude am Leben.
Farbe: Orange 
Bedeutung:
Lebenslust, Schöpferkraft, Sinnlichkeit und Fülle, Kreativität, Sexualität 
Mögliche Blockaden
Scham, Schuld, Sexualstörungen, Mangel, Freudlosigkeit, Angst sich emotional und kreativ auszudrücken.

Solarplexus-Chakra (Manipura)

Das 3. Chakra liegt über dem Sonnengeflecht, in der Höhe des Magens, am Unterbauch. Ein wichtiges Zentrum der niederen menschlichen Gefühle.
Farbe: Gelb
Bedeutung:
Entscheidungsprobleme, Machtthemen, Tatkraft, unterbewusste Intuition (Bauchgefühl), Sitz der Persönlichkeit, Zielstrebigkeit 
Mögliche Blockaden:
Gefühlsschwankungen, Angst, Ärger, Wut, Abhängigkeiten, Kummer, Unsicherheit, wenig Lebensenergie.  

Herzchakra
(Anahata)

Das 4. Chakra hat seinen Sitz in der Mitte der Brust auf Herzhöhe. Es ist das Zentrum für höher schwingende Gefühle wie Liebe. 
Farbe: zartes Grün und Rosa 
Bedeutung:
Liebe, Mitgefühl, Frieden, Geborgenheit, Menschlichkeit, Güte, Heilung, Sensitivität.
Mögliche Blockaden:
Kälte, Lieblosigkeit, Vorurteile, Groll, Angst vor der Liebe, Trauer und Verletzung, Verlust.  

Halschakra
(Vishudda)

Dieses 5. Hauptchakra liegt etwas unterhalb des Kehlkopfes und steht für den seelischen Ausdruck auf Erden.
Farbe: Hellblau und Türkis 
Bedeutung:
Selbstausdruck, Kommunikation und Stimme, Sichtbarkeit, Freundlichkeit, Offenheit, Wahrheit, Authentizität, Inspiration
Mögliche Blockaden:
Angst sich auszudrücken, Schüchternheit, Angst vor Konflikten, Antriebsschwäche, Depression.  

Drittes Auge (Stirnchakra, Ajna)

Das dritte Auge ist das 6. Chakra und ist das Zentrum der höheren Sinne. Du findest es zwischen den Augenbrauen in der Stirnmitte. 
Farbe: Indigoblau bis Violett 
Bedeutung: 
Wissen, Weisheit, Erkenntnis, Präsenz, Hellsichtigkeit, Klarheit, Intuition
Mögliche Blockaden:
Verlustängste, Überlastung, Unkonzentriertheit, Angst vor Unbekanntem, dem Nicht-Wissen.  

Kronenchakra (Scheitelchakra, Sahasrara)

Dieses 7. Chakra ist das Tor zum Höheren Selbst und die Verbindung zum Göttlichen. Es liegt am höchsten Scheitelpunkt des Kopfes und öffnet sich nach oben hin.
Farbe: Weiß, Gold, Transparent
Bedeutung:
Spiritualität, Sinn des Lebens, innerer Frieden, Vollkommenheit, göttliche Liebe, Erleuchtung, Einheitsbewusstsein. 
Mögliche Blockaden:
Stress, Verzweiflung, Angst vor Krankheit oder dem Tod, Mangel, Leere, Unzufriedenheit.  

Ich hoffe, Du hast jetzt einen kleinen Einblick in die große Welt der Chakrenlehre bekommen. Der Artikel fasst nur einige wenige, aber wichtige Hintergründe zusammen. Wenn Du mehr wissen möchtest findest Du im Internet zahlreiche gute Seiten über Chakren und ihre Wirkungen. Beachte dabei aber immer, dass es verschiedene Ansätze dabei gibt.

Wenn Du eine praktische Erfahrung machen möchtest, kann ich Dir für den Anfang meine Chakren-Aktivierungsübung empfehlen. Du findest sie in Kürze hier auf meiner Website unter „Lebensfreude im Alltag – Chakrenübung“ (Link).

Ich wünsche Dir dabei viel Freude und gute Erfahrungen.

Anja Josten – Life Coach

 

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